Ort
Spontan und von den flexiblen Betrieben - so präsentiert sich die neueste Ausgabe der Wohnzimmerlounge an diesem Samstag. Während der Vorbereitungen haben wir das ursprünglich angedachte Motto "Tapedeck" kurzerhand über Bord geworfen. Stattdessen haben wir mit "Lounge 2.0" das neue Motto direkt auf Johannes und seine Wohnung zugeschnitten.
Die Wohnzimmerlounge 2.0 ist wiedermal eine Premiere für uns. Es gibt eine neue Location, dazu ein neues Thema, man darf gespannt sein.
Euch erwartet eine Digitale "Schnitzeljagd" im Chat zwischen Wohnzimmer, Schlafzimmer, Klo und Küche bei binären Cocktails, Kabelsalat und Bytebissen. Was Ihr konkret darunter verstehen könnt verraten wir natürlich noch nicht, denn wir wissen es erst, wenn alle technischen Geräte installiert und in Betrieb genommen werden. Aber natürlich werdet Ihr in interaktiver 2.0-Manier den Abend nach Euren Vorstellungen mitgestalten und beeinflussen können.
Der Eintritt ist - wie immer - frei und alle Getränke und Speisen gibt es zu Selbtskostenpreisen. Wer an unseren Umlagen partizipieren möchte, sollte - für einmalig 1 € - in den Wohnzimmerverein eintreten. Dafür gibt es einen chic designten und vorzeigbaren Vereinspass und einen Button mit unserem stylischen Emblem.
Haut rein, bis Samstag, Euer Wohnzimmerverein

Für welches Land steht die Top-Level-Domain ".ne"? Was heißt Epilog? Welche/r Autor/in schrieb "Der Glöckner von Notre Dame"? Fragen über Fragen, die am Samstag in Sekundenschnelle korrekt beantwortet wurden. Die Atmosphäre war super, es hat gegrooovt. Und wer beim Quiz ins Schwitzen kam und einen Cocktail als Durstlöscher benötigte, konnte bequem per Chat bestellen - man musste nur den binären Bestellcode wie 1000100000 rausklamüsern...
Gastgeber Johannes hat für seine Wohnzimmerlounge ein großes Netzwerk installiert. Im Wohnzimmer, Schlafzimmer, Klo, Flur und Küche stand jeweils ein Rechner zur allgemeinen Kommunikation für die Gäste bereit, die rege genutzt wurden. Attraktion des Abends war der Quizulator, ein Netzwerk basiertes Quiz. Ein so genannter Bot, also ein automatisches Programm, stellte aus einer Auswahl von über 2500 Fragen das Wissen der Gäste auf die Probe. Wer die richtige Antwort zuerst in die Tastatur einhackte, kassierte den Punkt (der natürlich automatisch bom Bot gezählt wurde). Wurde eine Frage nicht sofort korrekt gelöst, gab der Quizmaster-Bot nach ein oder zwei Minuten eine Lösungshilfe mit der Anzahl der Buchstaben der Lösung. Reichte diese Unterstützung nicht aus, wurde nach weiterer Wartezeit der richtige Anfangs- und Endbuchstabe ausgegeben.
Die Ratenden kämpften mit harten Bandagen. Pro Zimmer wurde heiß in der Gruppe diskutiert, welche Lösungen eingetippt werden sollten. Gelegentlich mußte sogar die Google-Polizei ausrücken und unlauteren Handynutzern das Handwerk legen. Das führende Team bekam jeweils den silbernen Weinpokal als Wanderpreis verliehen, der letztendlich dem gefühlten Sieger Lutti zugesprochen wurde (Einwände können nachträglich vergeblich erhoben werden).
Das viele starre Sitzen am Schreibtisch vor Computern sorgt gelegentlich für Verspannungen in der Rückenmuskulatur und im Nackenbereich. Um diesen Phänomenen prophylaktisch vorzubeugen, gab es eine musikalische Massageeinheit zum testen. Ein Rucksacksystem mit eigebauten, stark vibrierenden Bass-Boxen wird auf den Rücken geschnallt. Ein angeschlossenes Steuerungsgerät verstärkt die Bässe der laufenden Musik entsprechend der Vorlieben der Träger. Getreu dem Song " Sie hört Musik nur wenn sie laut ist" geht der Sound durch Mark und Bein. Das durchdringende Vibrieren massiert die Muskulatur, entspannt und beswingt gleichermaßen - auch wenn nicht alle Testpersonen an diesem Abend restlos überzeugt werden konnten.
Die Bar war in der Labor-Küche eingerichtet. Die Regale und die Flächen auf den Tischen waren prall gefüllt mit elektonischen Geräten, Werkzeugen und Teile zur Reparatur. Dieser Teil der Küche machte eher den Eindruck einer Elektrowerkstatt, während der andere Teil ganz nach einer Kneipentheke kam. Zahlreiche Virtuosen standen auf der Theke, um diverse Cocktails mixen zu können. Im Angebot waren u.a. Frogger (Blue Curacao mit O-Saft), Blue Screen (Blue Curacao auf Eis) und Flugsimulator (Red Bull mit Wodka). Die in Hackerkreisen obligatorische Clubmate Tschunk mit Rum, Rohrzucker und Limetten durfte natürlich auch nicht fehlen. Zu essen gab es einen Kabelsalat - mit Kabelnudeln.
Die kulturellen Ambitionen unseres Vereins haben sich mittlerweile auch in Pressekreisen rumgesprochen. So war an diesem Abend auch eine Reporterin des Kultursenders WDR5 zu gast. Tina Möbus hat zahlreiche Kommentare im Verlauf der Wohnzimmerlounge mit ihrem smarten, digitalem Aufnahmegerät aufgezeichnet, um daraus ein Kurzporträt über den Verein zusammen zu schneiden. Wir halten Euch auf dem Laufenden, wann der Beitrag gesendet wird. Dann kann es ja nicht mehr lange dauern, bis wir endlich unseren lang ersehnten und verdienten Kulturpreis überreicht kriegen.
Zusammenfassend kann man nur sagen: Es hat gegrooovt. Total. Es war ein grandioser Abend, ein gut aufgestellter Gastgeber und kommunikative, nette Gäste.
Dann bis zur nächsten Wohnzimmerlounge "Sprechblase" am 23.01.2010 in der Nieberdingstraße. Bis dahin: "Nennt uns einfach Grooovemen, Grooovemen mit drei o o o, nennt uns einfach Groooveman, Groooveman o o o."